Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

Seiten

Datum
Titel
Name
So. 05.07.15
Wochenspruch Sonntag, 05.07.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 05.07.2015 bis Samstag, 11.07.2015

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. (Epheser 2, 8)

Feiertag
5. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Aufbrechen und aufmerksam mitgehen mit Gott und mit Jesus, so könnte man Nachfolge kurz beschreiben. Aufmerken auf das, was Gott und Jesus wichtig ist, und ebenso aufmerksam auf die die Menschen, die begegnen. Und natürlich einen ersten Schritt wagen.
Der 5. Sonntag nach Trinitatis hat die Nachfolge zum Thema. Die biblischen Texte erzählen Geschichten von Abraham, der aufbrechen soll, und von den Menschen, die Jesus zum Aufbruch mit ihm ermuntert. 

Thema
Nachfolge

Luthers Wochensprüche

Wer in den Ehestand geht, der geht in ein Kloster voller Anfechtungen.

Lukas 5,1-11

1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. 6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

 

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 28.06.15
Wochenspruch Sonntag, 28.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 28.06.2015 bis Samstag, 04.07.2015

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galather 6,2) 

Feiertag
4. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Es geht um den Lebensstil am 4. Sonntag nach Trinitatis, um den Stil, in dem Christen nicht nur miteinander, sondern mit jedem Menschen umgehen. Handeln Christen und Christinnen anders als Mann oder Frau „von Welt“? Haben sie damit ein Alleinstellungsmerkmal?
Manch ein Satz der gottesdienstlichen Texte könnte als Gesetz oder als Verdienstmöglichkeit verstanden werden. Doch im Vordergrund steht das Warum des Handelns vor dem Wie: Die unerschöpfliche Liebe Gottes birgt das Potential zum Weitergeben.

Thema
Die Gemeinde der Sünder

Luthers Wochensprüche

Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns fest bleibt.
Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind. 

Lukas 6,36-42

36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. 37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. 38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen. 39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? 40 Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister. 41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 20.06.15
Wochenspruch Sonntag, 21.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 21.06.2015 bis Samstag, 27.06.2015

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lukas 19, 10) 

Feiertag
3. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 3. Sonntag nach Trinitatis steht im Zeichen des Rettung des „Verlorenen“. In den Lesungen begegnen uns nicht nur die beiden verlorenen Söhne, sondern auch das verlorene Schaf, der verlorene Groschen (Lk 15,3-10), der verlorene Oberzöllner Zachäus (Lk 19,1-10), das verlorene Volk (Hes 18,1-4.21-24-30-32). Gott lädt ein und empfängt auch die verloren gelaubten Menschen. 

Thema
Das Wort der Versöhnung

Luther Wochenspruch

Junge Menschen sollen voll Frohsinn sein. Wir werden doch nicht als Greise geboren. 

Lukas 15,1-3, 11b-32

1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. 3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
11 Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. 13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. 14 Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben 15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. 17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. 19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen 26 und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. 27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. 29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. 32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden. 

 

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 13.06.15
Wochenspruch Sonntag, 14.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 14.06.2015 bis Samstag, 20.06.2015

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28) 

Feiertag
2. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Eingeladen in das Gasthaus Gottes, eingeladen um sich stärken zu lassen, um die Gemeinschaft mit anderen zu erfahren, eingeladen, um mit anderen und mit Gott zu feiern, eingeladen und nicht ausgegrenzt, so der Ton des 2. Sonntags nach Trinitatis. Der Wochenspruch mag als Leitgedanke über den Bibeltexten, den Liedern und vor allem über dem feiern stehen: Kommt her zu mir alle.

 

Thema
Die Einladung

Luthers Wochensprüche

Wir haben soviel, wie wir glauben und hoffen. 

Lukas 14,(15) 16-24

15 Als aber einer das hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes! 16 Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. 17 Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit! 18 Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 19 Und der zweite sprach: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 20 Und der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen. 21 Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein. 22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. 23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. 24 Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 07.06.15
Wochenspruch Sonntag, 07.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 07.06.2015 bis Samstag, 13.06.2015

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lukas 10, 16) 

Feiertag
1. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Gott möchte für uns Menschen erlebbar sein und bleiben. Das ist das große Thema der Sonntage nach Trinitatis. Immer wieder werden diese Wochen des Kirchenjahres als „festlose Zeit“ bezeichnet. Aber gibt das, was Gott möglich macht, keinen Anlass zum Feiern?
Der erste Sonntag nach Trinitatis feiert Gottes Liebe. Als Gebote und als Evangelium lässt Gott davon hören, durch Jesus ist sie für die Menschen zu erfahren gewesen. Die Bibeltexte im Gottesdienst lassen dies anklingen, sprechen davon, wie Menschen Gottes Liebe wahrnehmen können mit allen ihren Sinnen. Sie reden auch davon, dass das Lieben Gottes Folgen hat. Eine solche Liebe lebe davon, dass sie weitergegeben wird, dass „der Liebesstrom durch uns hindurchfließt“ und „wir zu Sendern der Liebe“ (Ernesto Cardenal) werden. 

Thema
Apostel und Propheten

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 31.05.15
Wochenspruch Sonntag, 31.05.2015 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 31.05.2015 bis Samstag, 06.06.2015

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6, 3) 

Feiertag
Tag der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinitatis)

Erklärung

Wie könnten wir Menschen das Wesen Gottes erkennen? Unsere Glaubensgroßeltern haben versucht, eine Antwort darauf zu geben, nämlich als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Diese Glaubenserkenntnis bestimmt unser Reden, Beten und Handeln. So feiern wir jeden Gottesdienst, so taufen wir im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Jetzt nach Ostern und Pfingsten bekommt diese Sprache von Gott mit dem Sonntag Trinitatis (Dreifaltigkeit) ihren Platz im Kirchenjahr. In den gottesdienstlichen Texten sind Abschnitte ausgewählt worden, in denen jeweils von allen drei Wesenarten Gottes die Rede ist. 

Thema
Die Heilige Dreifaltigkeit

Luthers Wochensprüche

Wer regiert, soll nicht denken:
Land und Leute sind mein. Ich will machen, wie es mir gefällt.
Sondern so: Ich gehöre dem Land und den Leuten.
Ich soll es machen, wie es ihnen nützlich und gut ist. 

Johannes 3,1-8 (9-15)

1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde,1 so kann er das Reich Gottes nicht sehen. 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.  

Andacht der Woche

Sie kann die Zeit nicht zurück drehen. Die Tat ist getan. Deutlich sieht sie die verronnenen Jahre an ihrem Körper: Schlaff hängt die Haut an den Oberarmen, spannungslos der Bauch, das Haar grau – es ist wie es ist.

Sie konnte duschen im Gefängnis, aber doch blieb immer etwas haften, das sich klebrig anfühlt, das Ekel und Scham auslöst. Auch das Handtuch nahm es nicht auf, die Körperlotion perlte daran ab: Schuld. Bis heute.

Heute hat sie zum ersten Mal seit Jahren einen Badeanzug an. Sie steht auf der Wiese im Freibad. Schaut sich um. Hört Kinderjauchzen und Erwachsenenrufe. Fühlt den leichten Wind auf der Haut. Wie vertraut und wie fremd! Ganz entfernt, aus Kindertagen kennt sie diese Unbeschwertheit noch. Sie lächelt.

Sie hat einen Plan. Noch einmal ganz ins Wasser. Noch einmal ganz untertauchen. Mehr als nur Duschen. Rein werden. Wie damals, ganz zu Beginn. Das Böse, die Sünde abwaschen. Nur für einen Moment. Vielleicht. Wenn das überhaupt noch geht.

Niemand beachtet sie nun am Beckenrand. Sie zögert. Es ist tief. Sie kann dort nicht stehen. Sie fröstelt. Sie wird springen, das ist ausgemacht. Für das Gefühl, noch einmal kurz rein zu sein.

Die plötzliche Kälte schnürt ihr die Brust zu. Sie ist wie gelähmt. Dann hört sie Luftblasen um ihren Kopf gurgeln, und vor lauter Chlor, das ihr in den Augen brennt, kann sie unter Wasser kaum etwas sehen. Angst steigt in ihr auf. Sie tritt und rudert, verliert die Orientierung. Ihr geht die Luft aus. Lange hält sie es nicht mehr aus. Ihr wird schwarz vor Augen. Gerade, als sie den Mund zum Atmen öffnen will, spürt sie einen starken Arm unter der Achsel. Ihr Kopf durchbricht die Wasseroberfläche, sie hustet und spuckt, ringt nach Luft.

Der Bademeister legt sie auf die warmen Steinplatten am Beckenrand. Menschen laufen herzu, eine Frau bringt ihre Decke, eine andere Handtücher. „Was machen die denn da?“ fragt ein kleines Mädchen seine Mutter. Geistesgegenwärtig antwortet sie: „Ach, die feiern Geburtstag,“ und zerrt das Mädchen weiter. „Zweiten Geburtstag!“ seufzt der Bademeister. „So ein Kälteschock kann auch anders enden.“

Im Ringen um Luft kommen ihr die Tränen. „Ist schon gut,“ murmelt der Bademeister, „da will einer, dass Sie leben!“ „Trotz allem?“ presst sie hervor. Der Bademeister schaut fragend: „Ich sehe nur eine verängstigte, frierende Frau.“

Theodor Adam
Vikar in Steinwedel bei Hannover

 

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 24.05.15
Wochenspruch Sonntag, 24.05.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 24.05.2015 bis Samstag, 30.05.2015

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Sacharja 4, 6)

Feiertag
Pfingstsonntag (Tag der Ausgiessung des Heiligen Geistes)

Erklärung

Verstehenshilfe, Beistand, Neuorientierung, das brauchten die Freunde und Freundinnen Jesu. Nicht anders wir heute. Die Freude zu Ostern ist groß, aber kaum zu verstehen. Jesus ist nicht mehr greifbar. Wo sollen wir jetzt wie anfangen? Was fortsetzen? Das Tun braucht immer wieder neue Motivation, weil es manchmal vergeblich scheint.
Gott will Kraft zu all dem geben, Kraft vergleichbar mit einem Wind, der in Bewegung setzt, vergleichbar mit einem Feuer, das entflammt. Die Geschichte, mit der der Evangelist Lukas in seiner Apostelgeschichte das Geschehen am Pfingsttag in Jerusalem schildert, benutzt diese Bilder. Die Freundinnen und Freunde Jesu spüren diese Kraft.
An beiden Pfingsttagen feiern Christen das Ende Osterzeit und bemerken: jetzt sind wir gefragt. Aber nicht ohne Gottes Hilfe, nicht ohne die Kraft seines Geistes.
In vielen Gemeinden erinnert man sich der Einigkeit im Geist und feiert am Pfingstmontag ökumenische Gottesdienst.

Thema
Ausgiessung des Heiligen Geistes

Luthers Wochensprüche

Es darf nicht jeder das tun, worin er Recht hat,
sondern er muss darauf sehen, was seinem Bruder nützlich und förderlich ist. 

Johannes 14,23-27

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. 24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. 26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.  

Andacht der Woche

„Als der Tag der Pfingsten gekommen war …“ Gemeint ist das „Fest des 50. Tags“ oder auch „Wochenfest“, ein Erntedank- und Wallfahrtsfest. Jetzt ist das Frühjahrsgetreide reif, das an Pessach gesät worden war. Jerusalem ist überfüllt von Pilgern, von frommen, gesetzestreuen Juden aus der Diaspora, die das Toragebot befolgen und ihre Erstlingsfrüchte zum Tempel bringen.
An diesem Tag sind auch Jesu Jüngerinnen und Jünger alle beieinander – fünfzig Tage nach der Auferweckung Jesu. Die bislang so furchtsamen Jünger, die sich nach dem Tod Jesu eingeschlossen hatten, fangen an zu reden. Nun ist alle Angst verflogen, alle Hoffnungslosigkeit dahin. Jetzt sind sie Feuer und Flamme für das, was sie an Ostern erlebt haben.

So wie Lukas uns die Geschichte erzählt, erinnert er uns an die Begegnung Gottes mit seinem Volk Israel am Sinai. Der Sturm und die Zungen von Feuer verbinden beide Geschichten: „Und das ganze Volk hatte die Donnerschläge und die Feuerflammen, den Posaunenschall und den rauchenden Berg wahrgenommen.“ (Ex 20,18) Ein alter jüdischer Kommentar zu diesem Vers zieht zur Erklärung Psalm 29,7 heran: „Die Stimme des Ewigen wirft zuckende Feuerflammen“ und folgert: „Sie sahen ein Feuerwort, das aus dem Munde Gottes hervorkam und in die Tafeln eingehauen wurde.“

Das dritte verbindende Motiv ist das Sprachwunder. Eine sehr alte jüdische Auslegung der Sinai-Offenbarung sagt: „Als Gottes Stimme am Sinai hervorkam, teilte sie sich in die siebzig Sprachen (Zungen) der Menschheit, so dass alle Völker sie verstehen konnten.“ Wie an Pfingsten: „Wir alle hören sie in unseren Sprachen von den großen Taten Gottes reden.“ Und wie das Volk Israel am Sinai gerät auch an Pfingsten die zusammengekommene Menge außer sich und ist bestürzt.
Lukas schreibt so den auferweckten Christus und die Gabe des Heiligen Geistes hinein in die große Rettungsgeschichte Gottes mit seinem Volk Israel. An Pfingsten hören alle von den großen Taten Gottes – von Pessach und Ostern, von der Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten bis zur Auferweckung Jesu.
Heute ist das Wochenfest im Judentum das Gedenkfest an den Bund, den Gott am Sinai mit seinem Volk geschlossen hat, und an die Gabe der Tora. Eine Lernnacht zur Tora ist Brauch in vielen jüdischen Gemeinden.

Heute gedenken wir Christen an Pfingsten an die weltweite Ökumene, an einen neuen Bundesschluss Gottes, nun mit den Völkern der Welt. Eine Zeitansage für die Völker, wie sie der Epheserbrief deutet: „So sind wir nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“

Die Grenzen zwischen Israel und den Völkern also eingerissen? Für uns bleibt das allzuoft ein Hoffnungssatz. Denn die trennenden Mauern sind in einer Welt des Antisemitismus noch nicht eingerissen, und die Völker und Israel leben nicht im Frieden miteinander. Pfingsten liegt noch vor uns, und wir feiern, was erst noch geschehen wird.
In diesem Jahr fallen jüdisches Wochenfest und unser Pfingstfest auf den gleichen Tag – eine gute Gelegenheit, die Zeitansage für die Völker neu sprechen: Feuer und Flamme zu sein, erfasst von den großen Taten Gottes.

Wolfgang Raupach-Rudnick, Pastor i.R.

 

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 17.05.15
• Wochenspruch Sonntag, 17.05.2015 bis…
Wochenspruch
• Wochenspruch Sonntag, 17.05.2015 bis Samstag, 23.05.2015

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Johannes 12, 32) 

Feiertag
Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)

 

Erklärung

Einerseits alleingelassen, andererseits die Verheißung von Hilfe: Der Sonntag Exaudi (Herr, höre mich) spiegelt die Situation unseres Christenlebens. Es ist Zwischenzeit, eine Zeit nach Ostern und Himmelfahrt in Erwartung des Pfingstfestes. Jesus ist aus dem Blickfeld seiner Freunde und Freundinnen entschwunden, ist für sie nicht mehr greifbar, aber er hat ihnen seine Kraft versprochen, den Heiligen Geist. Gott oder Jesus sind für uns Christenmenschen nicht greifbar, aber haben uns dennoch ihre Nähe und Hilfe zugesagt. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen davon die Bibeltexte dieses Sonntags. 

Thema
Die wartende Gemeinde

  • Luthers Wochensprüche

Anmaßung ist der Kopf der Schlange. 

Johannes 15,26-16,4

26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. 27 Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.
1 Das habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht abfallt. 2 Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit. 3 Und das werden sie darum tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. 4 Aber dies habe ich zu euch geredet, damit, wenn ihre Stunde kommen wird, ihr daran denkt, dass ich's euch gesagt habe. Zu Anfang aber habe ich es euch nicht gesagt, denn ich war bei euch. 

Andacht der Woche

Sie kamen nachts. Brachen die Türen auf, bedrohten die Familien mit ihren Gewehren und plünderten die Häuser. Sie verjagten alle, an deren Türen sie vorher ein „N“ für Nasrani, also Christ, gemalt hatten. So erzählte es unlängst Erzdiakon Emanuel Youkhana aus dem Irak über die Gräueltaten des „Islamischen Staates“. In einem Interview mit einer großen deutschen Wochenzeitung berichtete er von den Vertreibungen und Ermordungen, die seine Gemeinden in der Ninive-Ebene zurzeit erleiden.

Keine andere Religionsgemeinschaft auf der Welt wird gegenwärtig stärker verfolgt als das Christentum. Auch wenn über genaue Zahlen immer wieder debattiert wird, so ist unstrittig: Die größte Gruppe derjenigen, die aus religiösen Gründen verfolgt oder ermordet werden, sind Christinnen und Christen. Nicht nur in muslimischen Staaten ist dies so. China, Nordkorea oder auch Eritrea verfolgen von Seiten des Staates Menschen, die zu einer christlichen Gemeinde gehören.

„Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit.“ Verfolgung, Anfeindung und vielleicht sogar drohender Tod. Dies alles spricht auch aus den Versen, die Jesus in seinen Abschiedsworten an seine Jüngerinnen und Jünger richtet. Weit weg erscheint uns dies hier in unseren Gemeinden. Wie ein Bericht aus ferner Zeit, als die ersten Christinnen und Christen sich von ihren jüdischen Wurzeln trennten. Denn das ist die historische Situation, aus der heraus Johannes sein Evangelium geschrieben hat. Einer Zeit der innerjüdischen Konflikte zwischen denen, die an Jesus als den Messias glaubten, den Judenchristen also, und denen, die weiter auf den Messias warteten und in ihrem jüdischen Glauben blieben. Dies ist zwar Vergangenheit, aber der jüdische Ursprung unseres Glaubens ist und bleibt Teil unserer Geschichte als Kirche. Die aktuellen Diskussionen um den Wert der Texte des Alten Testaments in unseren Gottesdiensten und unserer religiösen Praxis hat die Sensibilität dafür noch einmal geschärft.

Auch wenn es weit weg erscheint, dass Christinnen und Christen weltweit verfolgt und bedroht werden, so begegnen uns doch manchmal direkt in unserer Nachbarschaft Menschen mit solch einer Geschichte. Die syrische Christin, die von ihrer Flucht erzählt. Noch immer weiß sie nicht, wo zwei ihrer vier Kinder sind, seitdem die Familie Hals über Kopf die Heimat verließ und über dunkle Wege nach Deutschland gelangte. Der Somalier, der im Kirchenasyl lebt, weil er über das Mittelmeer nach Europa kam und wieder nach Italien abgeschoben werden soll.

Jesus spricht seine Jüngerinnen und Jünger als Zeuginnen und Zeugen an. „Auch ihr seid meine Zeugen.“ Wer Zeuge ist, gibt Auskunft. Und Glaubenszeugen versuchen auch mit ihrem Leben, ihren Taten, Auskunft zu geben. Im Hier und im Jetzt. So wie es Dietrich Bonhoeffer einmal gesagt hat, ein Zeuge, der für seinen Glauben in den Tod gegangen ist: „Es gibt in der ganzen Weltgeschichte immer nur eine bedeutsame Stunde – die Gegenwart. Wer aus der Gegenwart flieht, flieht die Stunden Gottes, wer aus der Zeit flieht, flieht Gott. Dienet der Zeit! Der Herr der Zeiten ist Gott, der Wendepunkt der Zeiten ist Christus, der rechte Zeitgeist ist der Heilige Geist.“

Sonja Domröse, Pastorin

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 10.05.15
Wochenspruch Sonntag, 10.05.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 10.05.2015 bis Samstag, 16.05.2015

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66, 20) 

Feiertag
Rogate (5. Sonntag nach Ostern)

 

Erklärung

Der Name dieses Sonntags rührt von den Bittumgängen her, die in vergangener Zeit (und manchenorts noch heute) auf den Feldern für eine gute Ernte vollzogen wurden. Diese Bittumgänge begannen am Sonntag Rogate (= Betet!) und wurden in der damit beginnenden Woche fortgeführt.
Der Sonntag Rogate wird in der evangelischen Kirche als Missionssonntag begangen. Mit ihm beginnt die „Missionsopferwoche“.
Der Sonntag Rogate ist der Betsonntag. Dieses Thema wird in den Perikopen vielfach beleuchtet. Auch dieses Thema ist eine Antwort auf das Ostergeschehen: Die Gemeinde ist nun frei durch Jesus Christus, Gott direkt zu bitten, ohne jeglichen Mittler, wie es zuvor notwendig gewesen war. 

Quelle: © Martin Senftleben www.daskirchenjahr.de

Thema
Die betende Gemeinde

Luthers Wochensprüche

Es ist dem lieben Gott sehr recht, wenn du einmal aus Herzensgrund lachst.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 03.05.15
Wochenspruch Sonntag, 03.05.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 03.05.2015 bis Samstag, 09.05.2015

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder! (Psalm 98, 1a) 

Feiertag
Kantate (4. Sonntag nach Ostern)

Erklärung

Befreit aufatmen können und dem Atem eine Stimme geben: Das Singen ist Thema des Sonntags Kantate (Singt), des 4. Sonntags nach Ostern. Die Anfangsworte aus dem Wochenpsalm, Psalm 98, Geben dem Sonntag seinen Namen. Der Psalmdichter ruft auf: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und nennt Gottes Wunder als Grund für Jauchzen und Jubeln. Die weiteren Texte für den Gottesdienst nennen weitere Gründe: Gottes Zukunftsvision (Jesaja 12), die Ausstrahlung eines Christenmenschen (Kolosserbrief 3), Jesu Jubel (Matthäusevangelium 11) und die Befreiungstaten Gottes (Apostelgeschichte 16)
In vielen Gemeinden stimmen Chor, Posaunen, Orgel in das Singen ein, werden Gottesdienste kirchenmusikalisch besonders ausgestaltet. 

Thema
Die singende Gemeinde

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 26.04.15
Wochenspruch Sonntag, 26.04.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 26.04.2015 bis Samstag, 02.05.2015

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5, 17) 

Feiertag
Jubilate (3. Sonntag nach Ostern)

 

Erklärung

Rund um die Welt, in allen Nationen und Völkern gibt es Grund zu jubeln. So jedenfalls beginnt der Dichter des Psalm 66 sein Lied. Mit diesem 3. Sonntag nach Ostern „Jubilate“ beginnt eine Reihe von Sonntagen, die mit ihren aus Psalmanfängen übernommenen Namen zum Tun aufrufen.
Mit dem Jubeln wird begonnen. Freude kann laut werden, Sprache und Töne finden, zu hören sein. Wie der Psalm sagt: rund um die Erde.
Gründe zum Jubeln werden in den gottesdienstlichen Texten einige genannt: Es beginnt mit der Freude über Gott, den Schöpfer. Die enge Verbindung mit Christus wird betont: Er der Weinstock, wir die Reben. Schließlich: Nach Ostern haben wir eine Perspektive. Die Grenzen der Welt, des Irdischen sind überwunden. Wir haben jeden Tag die Gelegenheit neu anzufangen, zuversichtlich, dass wir Ungeahntes für uns entdecken.

 

Thema
Die neue Schöpfung

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 19.04.15
Wochenspruch Sonntag, 19.04.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 19.04.2015 bis Samstag, 25.04.2015

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Johannes 10, 11a. 27-28a) 

Feiertag
Miserikordias Domini (2. Sonntag nach Ostern)

 

 

Erklärung

Gott ist der gute Hirte, der es an nichts fehlen lässt: Der Psalm vom Hirten ist vielen noch bekannt. Der Sonntag Miserikordias Domini handelt von der „Güte des Herrn“ und benutzt dazu das Bild des Hirten, ein Bild, das sich als roter Faden zwischen den biblischen Buchdeckeln zieht: Die Sorge um Wohlergehen und Recht für jeden Menschen. Aufgrund von Gottes Güte und Sorge jedenfalls müsste niemand Mangel haben und niemand bedroht sein.
Die Texte dieses Sonntags stellen darüber hinaus auch die Frage: Wer ist ein guter Hirte? Jesus nennt sich als Beispiel (Johannesevangelium 10). Doch wer folgt diesem Beispiel, wer sonst noch weidet wen, wie es recht ist? Wer lässt wen wie an der Güte des Herrn teilhaben? Fragen nicht nur an die Amtsträger, die Hirten genannt werden. Fragen an diejenigen, die Verantwortung tragen, die leitende Positionen innehaben, Fragen aber auch an jeden einzelnen im Volke Gottes.

 

Thema
Der gute Hirte

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 12.04.15
Wochenspruch Sonntag, 12.04.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 12.04.2015 bis Samstag, 18.04.2015

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petrus 1, 3)

 

 

Feiertag
Quasimodogeniti (1. Sonntag nach Ostern)

Erklärung

Wie neugeboren – Worte, die verbildlichen: Ich habe neue Kraft geschöpft. Jetzt kann ich wieder loslegen.
Neu geboren, so kennzeichnet das Neue Testament einen getauften Menschen. Der Sonntag nach Ostern knüpft an das Ostergeschehen an, indem er das Ereignis der Taufe aufnimmt: Wie Jesus am Ostermorgen wiedergeboren wurde, so wird ein Mensch in der Taufe neu geboren. Ursprünglich legten die an Ostern Getauften auch an diesem Sonntag erst ihre Taufkleider ab. Daher die ursprüngliche und in der katholischen Kirche noch gebräuchliche Bezeichnung „Weißer Sonntag“.
Der in der evangelischen Kirche benutzte Name des Sonntags „Quasimodogeniti“ nimmt das Bild der Neugeburt auf: „wie die neugeborenen Kinder“. Das Zitat aus dem 1. Petrusbrief vergleicht das Verlangen von Säuglingen mit dem Begehren eines getauften Menschen nach Gottes Wort. Die Lesungen des Sonntags sprechen von der neuen Lebenskraft, der Lebendigkeit, die der Glaube geben kann. 

Thema
Die neue Geburt

Luthers Wochensprüche

Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben,
weil alles Göttliche ihr widersinnig erscheint. 

 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 05.04.15
Wochenspruch Sonntag, 05.04.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 05.04.2015 bis Samstag, 11.04.2015

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1, 18) 

·  Feiertag
Tag der Auferstehung des Herrn

·  Erklärung

Christen jubeln wieder: „Halleluja“ und „Ehre sei Gott in der Höhe“ erschallen am Ostermorgen in den Gottesdiensten. Das Licht einer Osterkerze durchbricht die Finsternis, ihr Licht verbreitet sich mit den Kerzen der Gottesdienstbesucherinnen und –besucher in der Osternacht. Es darf gelacht werden über den Tod. Der alte Ostergruß kündet die aktuelle Nachricht: „Er ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“
Dies ist auch die einhellige frohe Botschaft der Evangelisten in ihren durchaus unterschiedlichen Erzählungen zum Ostermorgen, ein Geschehen, das den menschlichen Horizont übersteigt. Doch gerade deswegen ist dies zentrale Glaubensaussage für Christen und darum Ostern das wegweisende Fest: Gott hat die Grenzen aufgehoben, die der Tod setzt.
Nicht nur die Evangelien und die Geschichten vom Erscheinen des Auferstandenen unter seinen Freundinnen und Freunden sind darum als gottesdienstliche Texte zu hören. Es wird erinnert: Wo das Wasser des Roten Meeres eine Barriere schien, machte Gott den Weg frei. Wo Menschen von Unfruchtbarkeit sprachen, brachte die Frau Hanna ein Kind zur Welt. Wo zwei Freunde Jesu all ihrer Hoffnungen beraubt wieder den Weg in ihr altes Leben angetreten hatten, spürten sie plötzlich wieder ihn als Hoffnung an ihrer Seite.
Der Ostermorgen war ursprünglich der Tauftermin der Christen, unmittelbar mit der Botschaft des Osterfestes verbunden: Untertauchen in den Tod, aber den Fluten wieder entkommen.
Aus ursprünglich einer ganzen Festwoche sind zwei Feiertage erhalten. Während dieser Woche, bis zum kommenden Sonntag trugen die Getauften ihre weißen Taufkleider. Der Sonntag nach Ostern erhielt deswegen auch die Bezeichnung „Weißer Sonntag“.

 ·  Thema
Sieg über den Tod

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 29.03.15
Wochenspruch Sonntag, 29.03.2015 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 29.03.2015 bis Samstag, 04.04.2015

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Johannes 3, 14b-15) 

Feiertag
Palmarum (6. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Übereinstimmend berichten die Evangelisten von einem Einzug Jesu in Jerusalem. Er reitet auf einem Esel, das Volk am Straßenrand empfängt ihn wie einen König: eine Szenerie, die Herrschaft aber Verzicht auf Macht, Gewalt und Reichtum vereint. Die Hoffnung auf einen König nach Gottes Art erscheint erfüllt.
Doch eine solche Herrschaft steht den Interessen weltlicher Machthaber entgegen. Mit ihren Mitteln durchkreuzen sie Gottes Herrschaftsabsichten. So scheint alles beim Alten zu bleiben auf Erden: Herrschsucht, Willkür, Brutalität, Leiden, Tod. Der gerade noch gefeierte Gotteskönig wird hingerichtet. Am Karfreitag gedenken Christen dieses Geschehens.
Am Vortag aber wird bereits ein anderer Akzent gesetzt: Weiß als liturgische Farbe deutet bereits auf das Osterfest hin, Weiß als Symbol für Licht inmitten der Finsternis. Der Gründonnerstag erinnert an die erste Abendmahlsfeier. Jesus feiert mit seinen Freundinnen und Freunden das Passahmahl und deutet es neu. Durch ihn wird das Festmahl, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Zwangsherrschaft erinnert, zum Mahl, das den Anbruch von Gottes Herrschaft markiert und so voller Vorfreude gefeiert werden kann. 

Thema                           
Der Einzug des Königs

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 22.03.15
Wochenspruch Sonntag, 22.03.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 22.03.2015 bis Samstag, 28.03.2015

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. (Matthäus 20, 28) 

Feiertag
Judika (5. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Nach dem Sonntag Laetare, an dem die Hingabe Jesu bedacht wurde, betont der Sonntag Judika den Gehorsam Christi genauso wie unseren Gehorsam. Es geht also um unsere Antwort auf Gottes Handeln und Gebot, die unaufgebbare Dualistik der Gnade Gottes: wenn sie nicht angenommen wird, kann sie auch nicht wirken. Es ist die Freiheit der Selbstentscheidung, von Gott geschenkt, die uns auch das Verderben bringen kann. Die Texte zeigen uns in teilweise grausamer Härte, wie Gehorsam immer auch zum Segen führt. Es geht um die Selbsthingabe Jesu an Gott und die Menschen in seinem Leben und Wirken. 

Quelle: © Martin Senftleben, www.daskirchenjahr.de

Thema
Gehorsam und Hingabe

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 14.03.15
Wochenspruch, Sonntag, 15.03.2015 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch, Sonntag, 15.03.2015 bis Samstag, 21.03.2015

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Johannes 12, 24) 

 

Feiertag
Laetare (4. Sonntag in der Passionszeit)

 

 

Erklärung

Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten” genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag”.

Nachdem bisher der Aspekt der Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns Menschen in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Ein Innehalten, ein fast fröhliches Aufatmen innerhalb der Passionszeit. 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 07.03.15
Wochenspruch Sonntag, 08.03.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 08.03.2015 bis Samstag, 14.03.2015

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lukas 9, 62) 

Feiertag
Okuli (3. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Der Sonntag Okuli hat das Thema „Konsequente Nachfolge”, also die Ausrichtung des Lebens am Vorbild Jesu Christi. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist.

„Oculi” lautet das erste Wort des Introitus (Eingangsgebet der Messe): Oculi mei semper ad Dominum = Meine Augen schauen immer auf zum Herrn) am Sonntag Oculi, dem dritten Fastensonntag. Dieser Tag wird auch benannt: Sexagesima media, medium sexagesime. 

Thema
Nachfolge

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 01.03.15
Wochenspruch Sonntag, 01.03.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 01.03.2015 bis Samstag, 07.03.2015

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Römer 5, 8) 

Feiertag
Reminiszere (2. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Das Gleichnis soll darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht). Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. 

Thema
Gott und Mensch

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 22.02.15
Wochenspruch Sonntag, 22.02.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 22.02.2015 bis Samstag, 28.02.2015

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh 3, 8b)

Feiertag
Invokavit (1. Sonntag in der Passionszeit)

Erklärung

Der Sonntag Invokavit (lat. von „Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören“. Psalm 91,15) hat die Geschichte der Versuchung Jesu zum Thema. In der alttestamentlichen Lesung geht es darum, wie die Menschen im Garten Gottes den Verlockungen der Schlange erliegen (1. Mose 3,1-19(20-24)). Das Evangelium (Matthäus 4,1-11,) bericht davon, wie der Menschensohn nach vierzigtägigem Fasten in der Wüste, den Verlockungen des Bösen widersteht.

 

Thema
Versuchung

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.

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