Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

Seiten

Datum
Titel
Name
So. 30.08.15
Wochenspruch Sonntag, 30.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 30.08.2015 bis Samstag, 05.09.2015

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Matthäus 25, 40) 

Feiertag
13. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Liebe, Nächstenliebe, Barmherzigkeit: große Worte und oft im Munde geführt. Aber wie sind sie im Miteinander von uns Menschen mit Leben zu füllen? Die Texte am 13. Sonntag nach Trinitatis versuchen Antworten. „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ ist die Frage, die der Brudermörder Kain zu seiner Rechtfertigung stellt. Gott und seinen Nächsten lieben, ist das Gebot, das die Frage nach dem Nächsten herausfordert. Gott ist die Liebe, so definiert der 1. Johannesbrief die Quelle menschlicher Liebe. Fazit des Sonntags: Gott und seine Liebe suchen Nachfolger.

Thema
Die Liebe Gottes

Luthers Wochensprüche

Gott will, dass wir fröhlich sind.
Hätte er sonst die Sonne, den Mond und die Schätze der Erde zur Freude geschenkt? 

Lukas 10,25-37

25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18). 28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? 30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; 34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war? 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 23.08.15
Wochenspruch Sonntag, 23.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 23.08.2015 bis Samstag, 29.08.2015

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. (Jesaja 42, 3) 

Feiertag
12. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Eine Wende zum Heil in einer unheilen Welt? Der 12. Sonntag nach Trinitatis möchte die Hoffnung und die Erwartung dafür wach halten. Der Prophet Jesaja kündigt die Wende an, so der Text der Lesung aus der hebräischen Bibel. Paulus erfährt den Wandel am eigenen Leib, so die Epistel. Evangelium und Predigttext erzählen weitere Beispiele: Zeichen, dass Gottes neue Welt unter uns bereits angebrochen ist. 

Thema
Die große Verwandlung

Luthers Wochensprüche

Anfechtungen sind Umarmungen Gottes. 

Markus 7,31-37

31 Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. 32 Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, dass er die Hand auf ihn lege. 33 Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und 34 sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! 35 Und sogleich taten sich seine Ohren auf und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig. 36 Und er gebot ihnen, sie sollten's niemandem sagen. Je mehr er's aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. 37 Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 16.08.15
Wochenspruch Sonntag, 16.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 16.08.2015 bis Samstag, 22.08.2015

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. (1. Petrus 5, 5) 

Feiertag
11. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 11. Sonntag nach Trinitatis widmet sich unserer Einstellung zu Gott und zu seinem Gnadenhandeln. Dafür werden im Evangelium die zwei völlig unterschiedlichen Charaktere des Pharisäers und des Zöllners einander gegenüber gestellt. Die übrigen Texte weisen mehr in die Richtung des „Seligwerdens aus Gnade“ und nicht aus Werken. Unsere Einstellung zu der Gnade Gottes ist entscheidend dafür, ob wir sie auch empfangen werden.

Thema
Pharisäer und Zöllner

Luthers Wochensprüche

Die Heilige Schrift ist ein wunderbares Kräutlein. Je mehr du es reibst, desto mehr duftet es. 

Lukas 18,9-14

9 Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 08.08.15
Wochenspruch Sonntag, 09.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 09.08.2015 bis Samstag, 15.08.2015

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. (Ps 33, 12)

Feiertag
10. Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag)

Erklärung

Keineswegs ist Gott in der hebräischen Bibel ein anderer als im zweiten Testament, dort ein strafendender, hier ein liebender. Keineswegs dient das Erste der Vorbereitung des Zweiten, mag auch dieser Gedanke hier und da lebendig sein. Jesus hat keinen anderen Gott gelebt als den, von dem das Volk Israel erzählt.
Der 10. Sonntag nach Trinitatis lässt als „Israelsonntag“ mit seinen Texten und Liedern darüber nachdenken, wo unsere religiösen Wurzeln sind und was für uns tatsächlich neu geworden ist.

Thema
Die Kirche und das Volk Israel

Luthers Wochensprüche

Was der Mensch liebt, das ist sein Gott. Er trägt es in seinem Herzen.
Er bewegt es Tag und Nacht in sich. Es sei, was es sei: Reichtum oder Geld, Vergnügen oder Ehre. 

Lukas 19,41-48

41 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie 42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen 44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist.
45 Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben, 46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht. 47 Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, dass sie ihn umbrächten, 48 und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn das ganze Volk hing ihm an und hörte ihn.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 03.08.15
Wochenspruch Sonntag, 02.08.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 02.08.2015 bis Samstag, 08.08.2015

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern. (Lukas 12, 48b) 

Feiertag
9. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Wie oft winken wir ab: Das kann ich nicht. Ich trau mich nicht. Ich bin zu klein oder zu jung oder zu alt. Doch jeder Mensch ist begabt, hat seine Fähigkeiten und seine Talente. Diesen großen Schatz gilt es zu entdecken bei mir selbst, bei anderen und für andere.
Die Bibeltexte in den Gottesdiensten zum 9. Sonntag nach Trinitatis ermuntern dazu. Sie ermutigen geradezu, machen Hoffnung, dass ein Mensch nicht auf sich allein gestellt ist. Sie nennen Quellen, aus denen ich schöpfen kann, Menschen um mich herum und vor allem die unerschöpflichen Fähigkeiten und die grenzenlose Phantasie Gottes. 

Thema
Anvertraute Gaben

Luthers Wochensprüche

Wer Gott bittet, darf kein langes Gewäsch machen. 

Matthäus 25,14-30

14 Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an; 15 dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und zog fort. 16 Sogleich ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu. 17 Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei weitere dazu. 18 Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen. 20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte weitere fünf Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit weitere fünf Zentner gewonnen. 21 Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude! 22 Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit zwei weitere gewonnen. 23 Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude! 24 Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; 25 und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine. 26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe? 27 Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen. 28 Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat. 29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. 30 Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 26.07.15
Wochenspruch Sonntag, 26.07.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 26.07.2015 bis Samstag, 01.08.2015

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Epheser 5, 8b-9)

Feiertag
8. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 8. Sonntag nach Trinitatis fragt nach der Antwort des Menschen auf das Handeln Gottes in seinem Leben. Diese Antwort erfordert nicht viel; es ist eigentlich ein schlichtes „Nichtverbergen“ dessen, was man bekommen hat. Schwerpunkt der Texte ist aber auch das Licht, das von denen, die dem Volk Gottes angehören, ausgeht, oder an dem sie teilhaben.

Thema
Früchte des Geistes

Luthers Wochensprüche

Nur wer sich entscheidet existiert. 

Matthäus 5,13-16

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 19.07.15
Wochenspruch Sonntag, 19.07.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 19.07.2015 bis Samstag, 25.07.2015

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Epheser 2, 19) 

Feiertag
7. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Thema
Am Tisch des Herrn

Luthers Wochensprüche

Auf böse und traurige Gedanken gehören ein gutes und fröhliches Lied und ein freundliches Gespräch. 

Johannes 6,1-15

1 Danach fuhr Jesus weg über das Galiläische Meer, das auch See von Tiberias heißt. 2 Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. 3 Jesus aber ging auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. 4 Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. 5 Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? 6 Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. 7 Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder ein wenig bekomme. 8 Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: 9 Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele? 10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. 11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten. 12 Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. 13 Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. 14 Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. 15 Als Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 11.07.15
Wochenspruch Sonntag, 12.07.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 12.07.2015 bis Samstag, 18.07.2015

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. (Jesaja 43, 1) 

Feiertag
6. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Die Taufe eines afrikanischen Finanzministers ist Thema der Predigt in den Gottesdiensten am 6. Sonntag nach Trinitatis. Erzählt wird die Begebenheit vom Evangelisten Lukas in seiner Apostelgeschichte. Auch die weiteren biblischen Texte des Sonntags erinnern an das grundlegende Sakrament des Christseins, unter ihnen das oft als Taufspruch gewählte Versprechen Gottes aus dem Munde des Propheten Jesaja: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“

Thema
Leben aus der Taufe

Luthers Wochensprüche

Wirf dein Anliegen auf den Herrn. Der hat einen weiten Hals und kann´s wohl tragen. 

Matthäus 28,16-20

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. 

Andacht der Woche

Weggefährten

Anbetung und Zweifel sind offensichtlich Geschwister des Glaubens. Dies ist geblieben bis zu uns, die wir Jesus Christus nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. Auch wenn wir inzwischen viel mehr wissen durch Forschung und Wissenschaft, bleibt das Wagnis des Gottvertrauens bestehen. Wir können im Zweifel verharren und abwarten, was geschieht. Wir können uns aber auch, wie damals die Jüngerinnen und Jünger, auf den Weg machen.

Das „Gehet hin...“ ist etwas völlig Anderes als die sogen. Christianisierung und Kolonisierung vergangener Jahrhunderte. Dies Hingehen beginnt mit andachtsvollem Staunen und Wundern. Gott hält uns für würdig, seine Botschaft in die Welt -oder auch nur in die Nachbarschaft- zu tragen. Inzwischen kommt die „Welt“ nämlich zu uns und wartet nicht mehr. Flüchtlinge und Vertriebene nähern sich dem viel beschworenen christlichen Abendland und hoffen auf Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Beistand.
„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. … ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Das ist die Orientierung, die Christus uns gibt. Die Fürsorge hier und in der Welt ist ein Erkennungszeichen der Christen. Das Kreuz eignet sich nicht nur als „Logo“, sondern ist Sinnbild göttlicher Gegenwart. In dem gekreuzigten und auferstandenen Christus reicht uns Gott immer wieder neu die Hand. Viel mehr noch: Dieser Christus schickt Menschen auf den Weg, die damals wie heute keine besondere Auszeichnung vorzuweisen haben.
„Geht hin und macht zu Jüngern...!“ Also nicht zu Sklaven oder zu Abhängigen. Das griechische Wort bezeichnet sowohl den Lehrling als auch den Anhänger. Beides sind wir, wenn wir Christus nachfolgen und andere ebenfalls dazu einladen.
Was kennzeichnet dann die Jüngerinnen und Jünger? Wir können es auch nachlesen, bei den Evangelisten, bei den Aposteln. Das Leitbild vermittelt uns Jesus Christus. In seiner Nachfolge werden Menschen glücklich gemacht, gestärkt, getröstet, aufgerichtet, begleitet, gesättigt. Christus schickt Menschen zueinander, sodass sie in dieser Begegnung neue Schritte unternehmen, sich gegenseitig aufmerksam machen und ihren Horizont erweitern.

Bei den Flüchtlingen heute reicht oft schon, dass wir den ersten Schritt machen, sie als Nachbarn ansprechen. Auch wenn es mit der sprachlichen Verständigung am Anfang oft mühsam ist. Es wird zunächst bei Gesten, bei einer Einladung zum Tee oder Kaffee bleiben. Bei gutem Willen ist jemand zu finden, der zum Dolmetschen bereit ist. Die nächsten Schritte folgen – auch der Austausch über den Glauben, über das, worauf wir vertrauen. Wir können die neuen Nachbarn auch zu einer Gemeindeveranstaltung oder gar zum Gottesdienst einladen. Die Taufe steht da nicht auf der obersten Rangstufe, ist aber möglich.

Wir dürfen Gesandte sein, weil uns der Bevollmächtigte, nämlich Christus, dazu ausersehen hat. Auch mit unseren Zweifeln, aber vor allem mit der Gewissheit, dass er uns Kraft, Phantasie und Geduld dabei schenkt – solange wir leben. Und danach wird er neue Weggefährten berufen.

Udo Wollten, Pastor i. R. 

 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 05.07.15
Wochenspruch Sonntag, 05.07.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 05.07.2015 bis Samstag, 11.07.2015

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. (Epheser 2, 8)

Feiertag
5. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Aufbrechen und aufmerksam mitgehen mit Gott und mit Jesus, so könnte man Nachfolge kurz beschreiben. Aufmerken auf das, was Gott und Jesus wichtig ist, und ebenso aufmerksam auf die die Menschen, die begegnen. Und natürlich einen ersten Schritt wagen.
Der 5. Sonntag nach Trinitatis hat die Nachfolge zum Thema. Die biblischen Texte erzählen Geschichten von Abraham, der aufbrechen soll, und von den Menschen, die Jesus zum Aufbruch mit ihm ermuntert. 

Thema
Nachfolge

Luthers Wochensprüche

Wer in den Ehestand geht, der geht in ein Kloster voller Anfechtungen.

Lukas 5,1-11

1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. 6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 28.06.15
Wochenspruch Sonntag, 28.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 28.06.2015 bis Samstag, 04.07.2015

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galather 6,2) 

Feiertag
4. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Es geht um den Lebensstil am 4. Sonntag nach Trinitatis, um den Stil, in dem Christen nicht nur miteinander, sondern mit jedem Menschen umgehen. Handeln Christen und Christinnen anders als Mann oder Frau „von Welt“? Haben sie damit ein Alleinstellungsmerkmal?
Manch ein Satz der gottesdienstlichen Texte könnte als Gesetz oder als Verdienstmöglichkeit verstanden werden. Doch im Vordergrund steht das Warum des Handelns vor dem Wie: Die unerschöpfliche Liebe Gottes birgt das Potential zum Weitergeben.

Thema
Die Gemeinde der Sünder

Luthers Wochensprüche

Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns fest bleibt.
Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind. 

Lukas 6,36-42

36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. 37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. 38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen. 39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? 40 Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister. 41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 20.06.15
Wochenspruch Sonntag, 21.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 21.06.2015 bis Samstag, 27.06.2015

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lukas 19, 10) 

Feiertag
3. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 3. Sonntag nach Trinitatis steht im Zeichen des Rettung des „Verlorenen“. In den Lesungen begegnen uns nicht nur die beiden verlorenen Söhne, sondern auch das verlorene Schaf, der verlorene Groschen (Lk 15,3-10), der verlorene Oberzöllner Zachäus (Lk 19,1-10), das verlorene Volk (Hes 18,1-4.21-24-30-32). Gott lädt ein und empfängt auch die verloren gelaubten Menschen. 

Thema
Das Wort der Versöhnung

Luther Wochenspruch

Junge Menschen sollen voll Frohsinn sein. Wir werden doch nicht als Greise geboren. 

Lukas 15,1-3, 11b-32

1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. 3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
11 Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. 13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. 14 Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben 15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. 17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. 19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen 26 und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. 27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. 29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. 32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden. 

 

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Sa. 13.06.15
Wochenspruch Sonntag, 14.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 14.06.2015 bis Samstag, 20.06.2015

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28) 

Feiertag
2. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Eingeladen in das Gasthaus Gottes, eingeladen um sich stärken zu lassen, um die Gemeinschaft mit anderen zu erfahren, eingeladen, um mit anderen und mit Gott zu feiern, eingeladen und nicht ausgegrenzt, so der Ton des 2. Sonntags nach Trinitatis. Der Wochenspruch mag als Leitgedanke über den Bibeltexten, den Liedern und vor allem über dem feiern stehen: Kommt her zu mir alle.

 

Thema
Die Einladung

Luthers Wochensprüche

Wir haben soviel, wie wir glauben und hoffen. 

Lukas 14,(15) 16-24

15 Als aber einer das hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes! 16 Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. 17 Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit! 18 Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 19 Und der zweite sprach: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 20 Und der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen. 21 Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein. 22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. 23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. 24 Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 07.06.15
Wochenspruch Sonntag, 07.06.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 07.06.2015 bis Samstag, 13.06.2015

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lukas 10, 16) 

Feiertag
1. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Gott möchte für uns Menschen erlebbar sein und bleiben. Das ist das große Thema der Sonntage nach Trinitatis. Immer wieder werden diese Wochen des Kirchenjahres als „festlose Zeit“ bezeichnet. Aber gibt das, was Gott möglich macht, keinen Anlass zum Feiern?
Der erste Sonntag nach Trinitatis feiert Gottes Liebe. Als Gebote und als Evangelium lässt Gott davon hören, durch Jesus ist sie für die Menschen zu erfahren gewesen. Die Bibeltexte im Gottesdienst lassen dies anklingen, sprechen davon, wie Menschen Gottes Liebe wahrnehmen können mit allen ihren Sinnen. Sie reden auch davon, dass das Lieben Gottes Folgen hat. Eine solche Liebe lebe davon, dass sie weitergegeben wird, dass „der Liebesstrom durch uns hindurchfließt“ und „wir zu Sendern der Liebe“ (Ernesto Cardenal) werden. 

Thema
Apostel und Propheten

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 31.05.15
Wochenspruch Sonntag, 31.05.2015 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 31.05.2015 bis Samstag, 06.06.2015

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6, 3) 

Feiertag
Tag der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinitatis)

Erklärung

Wie könnten wir Menschen das Wesen Gottes erkennen? Unsere Glaubensgroßeltern haben versucht, eine Antwort darauf zu geben, nämlich als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Diese Glaubenserkenntnis bestimmt unser Reden, Beten und Handeln. So feiern wir jeden Gottesdienst, so taufen wir im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Jetzt nach Ostern und Pfingsten bekommt diese Sprache von Gott mit dem Sonntag Trinitatis (Dreifaltigkeit) ihren Platz im Kirchenjahr. In den gottesdienstlichen Texten sind Abschnitte ausgewählt worden, in denen jeweils von allen drei Wesenarten Gottes die Rede ist. 

Thema
Die Heilige Dreifaltigkeit

Luthers Wochensprüche

Wer regiert, soll nicht denken:
Land und Leute sind mein. Ich will machen, wie es mir gefällt.
Sondern so: Ich gehöre dem Land und den Leuten.
Ich soll es machen, wie es ihnen nützlich und gut ist. 

Johannes 3,1-8 (9-15)

1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde,1 so kann er das Reich Gottes nicht sehen. 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.  

Andacht der Woche

Sie kann die Zeit nicht zurück drehen. Die Tat ist getan. Deutlich sieht sie die verronnenen Jahre an ihrem Körper: Schlaff hängt die Haut an den Oberarmen, spannungslos der Bauch, das Haar grau – es ist wie es ist.

Sie konnte duschen im Gefängnis, aber doch blieb immer etwas haften, das sich klebrig anfühlt, das Ekel und Scham auslöst. Auch das Handtuch nahm es nicht auf, die Körperlotion perlte daran ab: Schuld. Bis heute.

Heute hat sie zum ersten Mal seit Jahren einen Badeanzug an. Sie steht auf der Wiese im Freibad. Schaut sich um. Hört Kinderjauchzen und Erwachsenenrufe. Fühlt den leichten Wind auf der Haut. Wie vertraut und wie fremd! Ganz entfernt, aus Kindertagen kennt sie diese Unbeschwertheit noch. Sie lächelt.

Sie hat einen Plan. Noch einmal ganz ins Wasser. Noch einmal ganz untertauchen. Mehr als nur Duschen. Rein werden. Wie damals, ganz zu Beginn. Das Böse, die Sünde abwaschen. Nur für einen Moment. Vielleicht. Wenn das überhaupt noch geht.

Niemand beachtet sie nun am Beckenrand. Sie zögert. Es ist tief. Sie kann dort nicht stehen. Sie fröstelt. Sie wird springen, das ist ausgemacht. Für das Gefühl, noch einmal kurz rein zu sein.

Die plötzliche Kälte schnürt ihr die Brust zu. Sie ist wie gelähmt. Dann hört sie Luftblasen um ihren Kopf gurgeln, und vor lauter Chlor, das ihr in den Augen brennt, kann sie unter Wasser kaum etwas sehen. Angst steigt in ihr auf. Sie tritt und rudert, verliert die Orientierung. Ihr geht die Luft aus. Lange hält sie es nicht mehr aus. Ihr wird schwarz vor Augen. Gerade, als sie den Mund zum Atmen öffnen will, spürt sie einen starken Arm unter der Achsel. Ihr Kopf durchbricht die Wasseroberfläche, sie hustet und spuckt, ringt nach Luft.

Der Bademeister legt sie auf die warmen Steinplatten am Beckenrand. Menschen laufen herzu, eine Frau bringt ihre Decke, eine andere Handtücher. „Was machen die denn da?“ fragt ein kleines Mädchen seine Mutter. Geistesgegenwärtig antwortet sie: „Ach, die feiern Geburtstag,“ und zerrt das Mädchen weiter. „Zweiten Geburtstag!“ seufzt der Bademeister. „So ein Kälteschock kann auch anders enden.“

Im Ringen um Luft kommen ihr die Tränen. „Ist schon gut,“ murmelt der Bademeister, „da will einer, dass Sie leben!“ „Trotz allem?“ presst sie hervor. Der Bademeister schaut fragend: „Ich sehe nur eine verängstigte, frierende Frau.“

Theodor Adam
Vikar in Steinwedel bei Hannover

 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 24.05.15
Wochenspruch Sonntag, 24.05.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 24.05.2015 bis Samstag, 30.05.2015

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. (Sacharja 4, 6)

Feiertag
Pfingstsonntag (Tag der Ausgiessung des Heiligen Geistes)

Erklärung

Verstehenshilfe, Beistand, Neuorientierung, das brauchten die Freunde und Freundinnen Jesu. Nicht anders wir heute. Die Freude zu Ostern ist groß, aber kaum zu verstehen. Jesus ist nicht mehr greifbar. Wo sollen wir jetzt wie anfangen? Was fortsetzen? Das Tun braucht immer wieder neue Motivation, weil es manchmal vergeblich scheint.
Gott will Kraft zu all dem geben, Kraft vergleichbar mit einem Wind, der in Bewegung setzt, vergleichbar mit einem Feuer, das entflammt. Die Geschichte, mit der der Evangelist Lukas in seiner Apostelgeschichte das Geschehen am Pfingsttag in Jerusalem schildert, benutzt diese Bilder. Die Freundinnen und Freunde Jesu spüren diese Kraft.
An beiden Pfingsttagen feiern Christen das Ende Osterzeit und bemerken: jetzt sind wir gefragt. Aber nicht ohne Gottes Hilfe, nicht ohne die Kraft seines Geistes.
In vielen Gemeinden erinnert man sich der Einigkeit im Geist und feiert am Pfingstmontag ökumenische Gottesdienst.

Thema
Ausgiessung des Heiligen Geistes

Luthers Wochensprüche

Es darf nicht jeder das tun, worin er Recht hat,
sondern er muss darauf sehen, was seinem Bruder nützlich und förderlich ist. 

Johannes 14,23-27

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. 24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. 26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.  

Andacht der Woche

„Als der Tag der Pfingsten gekommen war …“ Gemeint ist das „Fest des 50. Tags“ oder auch „Wochenfest“, ein Erntedank- und Wallfahrtsfest. Jetzt ist das Frühjahrsgetreide reif, das an Pessach gesät worden war. Jerusalem ist überfüllt von Pilgern, von frommen, gesetzestreuen Juden aus der Diaspora, die das Toragebot befolgen und ihre Erstlingsfrüchte zum Tempel bringen.
An diesem Tag sind auch Jesu Jüngerinnen und Jünger alle beieinander – fünfzig Tage nach der Auferweckung Jesu. Die bislang so furchtsamen Jünger, die sich nach dem Tod Jesu eingeschlossen hatten, fangen an zu reden. Nun ist alle Angst verflogen, alle Hoffnungslosigkeit dahin. Jetzt sind sie Feuer und Flamme für das, was sie an Ostern erlebt haben.

So wie Lukas uns die Geschichte erzählt, erinnert er uns an die Begegnung Gottes mit seinem Volk Israel am Sinai. Der Sturm und die Zungen von Feuer verbinden beide Geschichten: „Und das ganze Volk hatte die Donnerschläge und die Feuerflammen, den Posaunenschall und den rauchenden Berg wahrgenommen.“ (Ex 20,18) Ein alter jüdischer Kommentar zu diesem Vers zieht zur Erklärung Psalm 29,7 heran: „Die Stimme des Ewigen wirft zuckende Feuerflammen“ und folgert: „Sie sahen ein Feuerwort, das aus dem Munde Gottes hervorkam und in die Tafeln eingehauen wurde.“

Das dritte verbindende Motiv ist das Sprachwunder. Eine sehr alte jüdische Auslegung der Sinai-Offenbarung sagt: „Als Gottes Stimme am Sinai hervorkam, teilte sie sich in die siebzig Sprachen (Zungen) der Menschheit, so dass alle Völker sie verstehen konnten.“ Wie an Pfingsten: „Wir alle hören sie in unseren Sprachen von den großen Taten Gottes reden.“ Und wie das Volk Israel am Sinai gerät auch an Pfingsten die zusammengekommene Menge außer sich und ist bestürzt.
Lukas schreibt so den auferweckten Christus und die Gabe des Heiligen Geistes hinein in die große Rettungsgeschichte Gottes mit seinem Volk Israel. An Pfingsten hören alle von den großen Taten Gottes – von Pessach und Ostern, von der Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten bis zur Auferweckung Jesu.
Heute ist das Wochenfest im Judentum das Gedenkfest an den Bund, den Gott am Sinai mit seinem Volk geschlossen hat, und an die Gabe der Tora. Eine Lernnacht zur Tora ist Brauch in vielen jüdischen Gemeinden.

Heute gedenken wir Christen an Pfingsten an die weltweite Ökumene, an einen neuen Bundesschluss Gottes, nun mit den Völkern der Welt. Eine Zeitansage für die Völker, wie sie der Epheserbrief deutet: „So sind wir nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“

Die Grenzen zwischen Israel und den Völkern also eingerissen? Für uns bleibt das allzuoft ein Hoffnungssatz. Denn die trennenden Mauern sind in einer Welt des Antisemitismus noch nicht eingerissen, und die Völker und Israel leben nicht im Frieden miteinander. Pfingsten liegt noch vor uns, und wir feiern, was erst noch geschehen wird.
In diesem Jahr fallen jüdisches Wochenfest und unser Pfingstfest auf den gleichen Tag – eine gute Gelegenheit, die Zeitansage für die Völker neu sprechen: Feuer und Flamme zu sein, erfasst von den großen Taten Gottes.

Wolfgang Raupach-Rudnick, Pastor i.R.

 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 17.05.15
• Wochenspruch Sonntag, 17.05.2015 bis…
Wochenspruch
• Wochenspruch Sonntag, 17.05.2015 bis Samstag, 23.05.2015

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Johannes 12, 32) 

Feiertag
Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)

 

Erklärung

Einerseits alleingelassen, andererseits die Verheißung von Hilfe: Der Sonntag Exaudi (Herr, höre mich) spiegelt die Situation unseres Christenlebens. Es ist Zwischenzeit, eine Zeit nach Ostern und Himmelfahrt in Erwartung des Pfingstfestes. Jesus ist aus dem Blickfeld seiner Freunde und Freundinnen entschwunden, ist für sie nicht mehr greifbar, aber er hat ihnen seine Kraft versprochen, den Heiligen Geist. Gott oder Jesus sind für uns Christenmenschen nicht greifbar, aber haben uns dennoch ihre Nähe und Hilfe zugesagt. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen davon die Bibeltexte dieses Sonntags. 

Thema
Die wartende Gemeinde

  • Luthers Wochensprüche

Anmaßung ist der Kopf der Schlange. 

Johannes 15,26-16,4

26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. 27 Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.
1 Das habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht abfallt. 2 Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit. 3 Und das werden sie darum tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. 4 Aber dies habe ich zu euch geredet, damit, wenn ihre Stunde kommen wird, ihr daran denkt, dass ich's euch gesagt habe. Zu Anfang aber habe ich es euch nicht gesagt, denn ich war bei euch. 

Andacht der Woche

Sie kamen nachts. Brachen die Türen auf, bedrohten die Familien mit ihren Gewehren und plünderten die Häuser. Sie verjagten alle, an deren Türen sie vorher ein „N“ für Nasrani, also Christ, gemalt hatten. So erzählte es unlängst Erzdiakon Emanuel Youkhana aus dem Irak über die Gräueltaten des „Islamischen Staates“. In einem Interview mit einer großen deutschen Wochenzeitung berichtete er von den Vertreibungen und Ermordungen, die seine Gemeinden in der Ninive-Ebene zurzeit erleiden.

Keine andere Religionsgemeinschaft auf der Welt wird gegenwärtig stärker verfolgt als das Christentum. Auch wenn über genaue Zahlen immer wieder debattiert wird, so ist unstrittig: Die größte Gruppe derjenigen, die aus religiösen Gründen verfolgt oder ermordet werden, sind Christinnen und Christen. Nicht nur in muslimischen Staaten ist dies so. China, Nordkorea oder auch Eritrea verfolgen von Seiten des Staates Menschen, die zu einer christlichen Gemeinde gehören.

„Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit.“ Verfolgung, Anfeindung und vielleicht sogar drohender Tod. Dies alles spricht auch aus den Versen, die Jesus in seinen Abschiedsworten an seine Jüngerinnen und Jünger richtet. Weit weg erscheint uns dies hier in unseren Gemeinden. Wie ein Bericht aus ferner Zeit, als die ersten Christinnen und Christen sich von ihren jüdischen Wurzeln trennten. Denn das ist die historische Situation, aus der heraus Johannes sein Evangelium geschrieben hat. Einer Zeit der innerjüdischen Konflikte zwischen denen, die an Jesus als den Messias glaubten, den Judenchristen also, und denen, die weiter auf den Messias warteten und in ihrem jüdischen Glauben blieben. Dies ist zwar Vergangenheit, aber der jüdische Ursprung unseres Glaubens ist und bleibt Teil unserer Geschichte als Kirche. Die aktuellen Diskussionen um den Wert der Texte des Alten Testaments in unseren Gottesdiensten und unserer religiösen Praxis hat die Sensibilität dafür noch einmal geschärft.

Auch wenn es weit weg erscheint, dass Christinnen und Christen weltweit verfolgt und bedroht werden, so begegnen uns doch manchmal direkt in unserer Nachbarschaft Menschen mit solch einer Geschichte. Die syrische Christin, die von ihrer Flucht erzählt. Noch immer weiß sie nicht, wo zwei ihrer vier Kinder sind, seitdem die Familie Hals über Kopf die Heimat verließ und über dunkle Wege nach Deutschland gelangte. Der Somalier, der im Kirchenasyl lebt, weil er über das Mittelmeer nach Europa kam und wieder nach Italien abgeschoben werden soll.

Jesus spricht seine Jüngerinnen und Jünger als Zeuginnen und Zeugen an. „Auch ihr seid meine Zeugen.“ Wer Zeuge ist, gibt Auskunft. Und Glaubenszeugen versuchen auch mit ihrem Leben, ihren Taten, Auskunft zu geben. Im Hier und im Jetzt. So wie es Dietrich Bonhoeffer einmal gesagt hat, ein Zeuge, der für seinen Glauben in den Tod gegangen ist: „Es gibt in der ganzen Weltgeschichte immer nur eine bedeutsame Stunde – die Gegenwart. Wer aus der Gegenwart flieht, flieht die Stunden Gottes, wer aus der Zeit flieht, flieht Gott. Dienet der Zeit! Der Herr der Zeiten ist Gott, der Wendepunkt der Zeiten ist Christus, der rechte Zeitgeist ist der Heilige Geist.“

Sonja Domröse, Pastorin

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 10.05.15
Wochenspruch Sonntag, 10.05.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 10.05.2015 bis Samstag, 16.05.2015

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66, 20) 

Feiertag
Rogate (5. Sonntag nach Ostern)

 

Erklärung

Der Name dieses Sonntags rührt von den Bittumgängen her, die in vergangener Zeit (und manchenorts noch heute) auf den Feldern für eine gute Ernte vollzogen wurden. Diese Bittumgänge begannen am Sonntag Rogate (= Betet!) und wurden in der damit beginnenden Woche fortgeführt.
Der Sonntag Rogate wird in der evangelischen Kirche als Missionssonntag begangen. Mit ihm beginnt die „Missionsopferwoche“.
Der Sonntag Rogate ist der Betsonntag. Dieses Thema wird in den Perikopen vielfach beleuchtet. Auch dieses Thema ist eine Antwort auf das Ostergeschehen: Die Gemeinde ist nun frei durch Jesus Christus, Gott direkt zu bitten, ohne jeglichen Mittler, wie es zuvor notwendig gewesen war. 

Quelle: © Martin Senftleben www.daskirchenjahr.de

Thema
Die betende Gemeinde

Luthers Wochensprüche

Es ist dem lieben Gott sehr recht, wenn du einmal aus Herzensgrund lachst.

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 03.05.15
Wochenspruch Sonntag, 03.05.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 03.05.2015 bis Samstag, 09.05.2015

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder! (Psalm 98, 1a) 

Feiertag
Kantate (4. Sonntag nach Ostern)

Erklärung

Befreit aufatmen können und dem Atem eine Stimme geben: Das Singen ist Thema des Sonntags Kantate (Singt), des 4. Sonntags nach Ostern. Die Anfangsworte aus dem Wochenpsalm, Psalm 98, Geben dem Sonntag seinen Namen. Der Psalmdichter ruft auf: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und nennt Gottes Wunder als Grund für Jauchzen und Jubeln. Die weiteren Texte für den Gottesdienst nennen weitere Gründe: Gottes Zukunftsvision (Jesaja 12), die Ausstrahlung eines Christenmenschen (Kolosserbrief 3), Jesu Jubel (Matthäusevangelium 11) und die Befreiungstaten Gottes (Apostelgeschichte 16)
In vielen Gemeinden stimmen Chor, Posaunen, Orgel in das Singen ein, werden Gottesdienste kirchenmusikalisch besonders ausgestaltet. 

Thema
Die singende Gemeinde

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 26.04.15
Wochenspruch Sonntag, 26.04.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 26.04.2015 bis Samstag, 02.05.2015

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5, 17) 

Feiertag
Jubilate (3. Sonntag nach Ostern)

 

Erklärung

Rund um die Welt, in allen Nationen und Völkern gibt es Grund zu jubeln. So jedenfalls beginnt der Dichter des Psalm 66 sein Lied. Mit diesem 3. Sonntag nach Ostern „Jubilate“ beginnt eine Reihe von Sonntagen, die mit ihren aus Psalmanfängen übernommenen Namen zum Tun aufrufen.
Mit dem Jubeln wird begonnen. Freude kann laut werden, Sprache und Töne finden, zu hören sein. Wie der Psalm sagt: rund um die Erde.
Gründe zum Jubeln werden in den gottesdienstlichen Texten einige genannt: Es beginnt mit der Freude über Gott, den Schöpfer. Die enge Verbindung mit Christus wird betont: Er der Weinstock, wir die Reben. Schließlich: Nach Ostern haben wir eine Perspektive. Die Grenzen der Welt, des Irdischen sind überwunden. Wir haben jeden Tag die Gelegenheit neu anzufangen, zuversichtlich, dass wir Ungeahntes für uns entdecken.

 

Thema
Die neue Schöpfung

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 19.04.15
Wochenspruch Sonntag, 19.04.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 19.04.2015 bis Samstag, 25.04.2015

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Johannes 10, 11a. 27-28a) 

Feiertag
Miserikordias Domini (2. Sonntag nach Ostern)

 

 

Erklärung

Gott ist der gute Hirte, der es an nichts fehlen lässt: Der Psalm vom Hirten ist vielen noch bekannt. Der Sonntag Miserikordias Domini handelt von der „Güte des Herrn“ und benutzt dazu das Bild des Hirten, ein Bild, das sich als roter Faden zwischen den biblischen Buchdeckeln zieht: Die Sorge um Wohlergehen und Recht für jeden Menschen. Aufgrund von Gottes Güte und Sorge jedenfalls müsste niemand Mangel haben und niemand bedroht sein.
Die Texte dieses Sonntags stellen darüber hinaus auch die Frage: Wer ist ein guter Hirte? Jesus nennt sich als Beispiel (Johannesevangelium 10). Doch wer folgt diesem Beispiel, wer sonst noch weidet wen, wie es recht ist? Wer lässt wen wie an der Güte des Herrn teilhaben? Fragen nicht nur an die Amtsträger, die Hirten genannt werden. Fragen an diejenigen, die Verantwortung tragen, die leitende Positionen innehaben, Fragen aber auch an jeden einzelnen im Volke Gottes.

 

Thema
Der gute Hirte

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.

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